Hallo,
Also ich kann das nicht bestätigen, immer wenn bei mir ein Bug auftrat in Ubuntu, war der in der nächsten Version weg. Oder es wurde stabiler, oder irgendwas. Für mich war bisher jede Ubuntu-Version eine Bereicherung. Einen PC habe ich von 9.04 auf 9.10 geupgraded, auf einen Laptop gleich 9.10 installiert, beides problemlos.
Also mit Ubuntu 9.04 war ich sehr zufrieden. Das Update war für mich aber eine Katastrophe. Konnte (sowie einige andere auch) mit dem aktuellen Kernel nicht mehr booten (da jemand ein # in der fstab vergessen hatte), bzw. mir wurde beim boot gesagt, dass die Partition nicht eingebunden werden kann (nutze LVM+cryptsetup).
Mit dem alten Kernel konnte ich komischerweise problemlos booten, nur ging dort auf einmal der Grafikkartentreiber nicht mehr und es war unerträglich lagsam. Surfen unmöglich.
Nachdem ich dann endlich fstab gefixt hatte, ging mein wLan nicht mehr. Schon ätzend wenn man nur einen Laptop hat und auf wLan angewiesen ist. Musste also unter Windows googlen, dann Ubuntu booten und das probieren.
Nun läufts, allerdings sind da noch einige Probleme. Bsp. wenn beim Mounten von Partitionen nach dem root-PW gefragt wird, geht das Passwort-Feld nach der Eingabe weg, das Fenster bleibt aber weiterhin offen und man muss es per Klick auf X schließen. Ebenso habe ich Problem mit ein paar Icons (z.B. FF), die nicht mehr angezeigt werden.
Alles verschmerzbar, dass ich aber nach dem Update nicht mehr booten konnte war sehr ätzend und hat ne Menge Zeit gekostet.
Wenn man neu installiert mag es evt. anders sein. Aber war mit Ubuntu 9.04 super zufrieden. Überleg es mir aber nun doppelt, ob ich auf 10.05 (04?) dann updaten soll, bei 9.10 bleiben werde oder den Laptop ganz neu aufsetze. Denn eins was ich überhaupt nicht leiden kann, sind Probleme mit meinem Computer.
Und natürlich wird Software immer größer/umfangreicher. Die Computer werden i.d.R. schneller, so dass man weniger Zeit aufwenden muss, um schlanken und performanten Code zu schreiben.
Was ich empfehlen kann, ist nicht immer die neuste Version zu nutzen. Auf meinem alten WinXP Rechner (5+ Jahre alt), hatte ich z.B. noch Acrobat Reader 5 installiert, da die neuen Version (Adobe Reader 9) einfach vieeeeeel zu langsam sind. Und mit der alten Version bin ich vollkommen zufrieden, kann damit PDF lesen, was will ich mehr?
Und ebenso bin ich Fan von 'Eckiger'-Software. Kann mich mit dem neuen Style, wo alles rund ist, nicht wirklich anfreunden. Hatte unter XP Classic-Style aktiviert, nutze noch Word 2000, da es für mich bedienerfreundlicher als z.B. Office 2007 ist.
Also nicht immer die neuste Software verlangen. Mit älterer Software (Adobe Reader, Office etc.) fährt man meines erachtens auch sehr gut.
Und kommerzielle Software muss nicht unbedingt immer besser sein. Es gibt auch viel Drecks-Software auf dem Markt, die mit teuren Service-Verträgen ausgeliefert werden. Beispielsweise bei Spezialsoftware für z.B. Arztpraxen. Oder Software die unter großen Zeitdurck geschrieben wurde, z.B.
Diebold voting machines.
Das Problem an OpenSource ist teilweise fehlenden Strukturen und Absprachen (jeder spielt am Source rum, ohne klar zu kommunizieren wer was gemacht hat) sowie auch das Können der Entwickler.
Die ersten veröffentlichten Programme im Leben eines Programmierers sind doch oft OpenSource. Sprich, es finden sich auch viele Programmierer, die noch nicht die notwendigen Fähigkeiten erlangt haben.
Ich merke es selber gerade an einem Software-Projekt hier an der Uni, wie schlechte Kommilitonen die Qualität ganz erheblich nach unten drücken kann, wozu schlechte Kommunikationen führen kann usw.
Ist gar nicht so einfach das gemanagt zu bekommen.
Aber davon mal abgesehen gibts auch wirklich gute OpenSource Software. Hatte bisher nie Probleme mit Firefox und Thunderbird, beispielsweise.