Deutsche Justiz versus FileSharing

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Rushjo

Guest
Wie ChipOnline berichtet, geht jetzt auch die deutsche
Justiz gezielt gegen einzelne User/Betreiber von
FileSharing-Server vor.

Im Landkreis Fürth wurden nun mehrere Rechner
eines Informationstudenten nach Anzeige durch
den deutschen Phonoverband IFPI beschlagnahmt.
Die Polizei konnte nach der Anzeige per Staatsanwalt-
schaft sich die IP der User besorgen und dann die
Identität ermitteln. Den User wird vorgeworfen, auf
Basis der Napster-Technologie eine "eigene" Tausch-
börse betrieben zu haben, bei der sich pro Tag bis
zu 3000 Besucher Musik heruntergeladen haben
sollen. Genauere Informationen, ob der Betreiber auch
eine WebSite etc. betriebt, die Indizien geben könnten,
wie die IFPI auf Ihn aufmerksam geworden ist, sind
leider nicht erhältlich.

Tja, damit ist man auch in Deutschland als "normaler"
User eines FileSharing-Programmes nicht mehr
sicher vor der "Musik-Industrie". Da bleibt nur zu hoffen,
das wir hier nicht auch noch amerikanische Verhältnis-
se bekommen.

1. Quelle - Bericht von ChipOnline
2. Quelle - OriginalBericht der IFPI

MfG Rushjo
 
Musikindustrie entwickelt Viren gegen P2P-Nutzer

Mit Programmen wie "Freeze" oder "Silence" sollen die PCs von P2P-Usern lahm gelegt oder illegal erworbene Musikdateien von der Festplatte gelöscht werden.

05.05.2003 - Die Musikindustrie entwickelt Kopierschutz-Tools, die die Online-Verbindung und den PC der Nutzer von P2P-Software sabotieren sollen. Das meldet die "New York Times" unter Berufung auf Kreise aus dem Spitzenmanagement der Branche. Mit als Soundfiles getarntem schmutzigen Code will man die Tauschbörsen überfluten. Experten sprechen von einer neuen Qualität bei der Jagd auf Musikfans im Internet mit illegalen Maßnahmen.

Bislang versuchte der Branchenverband RIAA (Recording Industry Association of America) lediglich die Attraktivität der Tauschbörsen durch gezieltes Einschleusen defekter Musikdateien zu mindern und massiv gegen einzelne Betreiber von Tauschringen vorzugehen. Allerdings bislang mit geringem Erfolg.

Ein Virenprogramm unter dem Titel "Freeze", das die RIAA laut "New York Times" entwickeln lies, soll einen PC wahlweise für Minuten oder Stunden lahm legen können. Bei einem erzwungenen Kaltstart vernichtet "Freeze" wichtige Daten auf der Festplatte. Die Viren-Software "Silence" sucht nach illegal erworbenen Musikdateien und löscht diese von der Festplatte. Gegenwärtig vernichtet die Anwendung aber zugleich ehrlich bezahlte Titel, weshalb die Version zur Zeit komplett überarbeitet wird.

Eine weitere, im Test befindliche Angriffsmethode soll verhindern, dass Internet-Verbindungen zur Übertragung von Daten über Peer-to-Peer-Netze genutzt werden können. Alle fünf großen Musikkonzerne, Universal Music Group (Vivendi Universal), die Warner Music Group, (AOL Time Warner), Sony Music Entertainment, BMG (Bertelsmann) und EMI, haben laut dem Bericht der "New York Times" die Entwicklung der Viren-Software finanziert.

Quelle
 
Da werden sich dann die Anwälte, zumindest in den USA, wieder die Hände reiben. Schließlich darf nicht jeder kriminelle Mittel anwenden um "Kriminalität" zu bekämpfen.

cu

nowonda
 
@nowonda

Nee, im Gegenteil. In den USA ist das Vorgehen der
Musik-Industrie durch das Millenium Digital Right Act
gedeckt! Das ist ja das Problem. Die haben viel eher
noch das Problem, das alle mp3-Files vernichtet wer-
den, auch legale und das sich die Viren nicht auf die
USA beschränken lassen.

MfG Rushjo
 
Im folgenden ein Originalzitat aus der New York Times:

>>"Some of this stuff is going to be illegal," said Lawrence Lessig, a professor at Stanford Law School who specializes in Internet copyright issues. "It depends on if they are doing a sufficient amount of damage. The law has ways to deal with copyright infringement. Freezing people's computers is not within the scope of the copyright laws."<<

Übrigens ist im Originalartikel nicht die Rede davon, daß "Freeze" bei einem erzwungenen Neustart wichtige Daten auf der Festplatte vernichte, vielmehr gingen "nur" nicht gespeicherte Daten verloren.

>>...risking the loss of data that was unsaved if the computer is restarted.<<

cu

nowonda

http://www.nytimes.com/2003/05/04/business/04MUSI.htm
 
@nowonda

Ist richtig, das "Zerstören" des Rechner ist illegal.
Aber nicht das "illegale Eindringen, Ausspionieren
und Zerstören von mp3-Files". Und das wäre mir
schon alles ein bißchen viel, desweiteren ist es
nicht verboten, dies alles "automatisch" durch
ein Programm machen zu lassen. Und dabei
können sich "bekanntlich" auch Programmier-
Fehler in den Quellcode einschleichen! ;) ;)

MfG Rushjo
 
@Rushjo

Das ist wirklich hart! Ist es denn wenigstens den Herstellern von Antiviren-Software dann erlaubt diese "Un-Programme" in die Virendefinitionen mit aufzunehmen?

Das einzige, was mich doch da wieder etwas beruhigt, ist die Gewissheit das ein paar kluge Leute wahrscheinlich schnell eine (illegale?) Gegenmaßname programmieren werden - hoffentlich ohne Fehler im Code ;)

cu

nowonda
 
@nowonda

Ich weiss nicht, aber ich glaube, die einigen sich
mit den Hersteller von AntiViren-Software, so wie
es das FBI für Ihre Backdoor "MagicLantern" angeblich
auch gemacht hat!

MfG Rushjo
 
da sollte man sich eigentlich gnadenlos hinsetzen, jedes entsprechende Netzwerk (der RIAA), wo das möglich ist hacken und soviel von deren Daten und Hardware zerstöre wie möglich ... aber naja ich kann ja sowas nicht und weils illegal ist, will ich auch niemanden dazu anstiften ...
 
meint ihr echt das die einen finden!?
ich meine es ist deutschland.... bekommt hier der staat nur einwas auf die reihe??????
selbst die polizei kann man ZUM TEIL (also nicht alle) auch vergessen....
 
Moinz,

mich würde wie oben schon mal genannt wurde interssieren ob es auf das os ankommt oder ob es überall möglich ist diese datein zu löschen
 
Da die meisten privaten Nutzer Windows verwenden, dürfte dieses Programm wohl in erster Linie für Microsofts Betriebssysteme geschrieben werden.

Meiner Meinung nach ist eine derartige Maßnahme nicht mehr mit dem Grundrecht der Privatshpäre vereinbar und reiht sich in die sich häufende Menge von zweifelhaften Gesetzen und Erlassen in den USA ein.
Ob diese Programme jedoch von Erfolg gekrönt sein werden, möchte ich mal anzweifeln, da man sich - wie auch vor gewöhnlichen Viren - durch vorsichtigen Umgang mit eingehenden Daten und Programmen wohl doch schützen kann.
 
Den User wird vorgeworfen, auf Basis der Napster-Technologie eine "eigene" Tauschbörse betrieben zu haben, bei der sich pro Tag bis zu 3000 Besucher Musik heruntergeladen haben
sollen.
Da hat anscheinend jemand nicht begriffen warum die Dezentralisierung in P2P-Netzen massiv voran getrieben wird....
 
@Nornagest

Du, das ist hier nicht wie bei "Hackers" im Film, wo
man einfach mal das Netzwerk des Gegners
hackt und gewonnen hat. Was sollte denn das Ziel
einer solchen Straftat sein? Glaubst Du wirklich die
sind so blöd, wirklich "sensible" Daten auf Rechnern
zu haben, die eine Inet-Connection haben? Wohl
kaum! Desweiteren trifft die ein Zusammenbruch
Ihres Intranet wenig, da Sie Ihr Geld mit anderen
Sachen verdienen. Viel mehr trifft die das Verhalten
der potentiellen Konsumenten, einfach nicht zu kaufen,
sondern die Lieder "illegal" down zuloaden.

@dexyxp

Du, ich habe den Thread mit der Nachricht eröffnet, weil
das meines Wissens nach der erste derartige Fall
war. Und wenn die damit Erfolg haben, dann bleibt
zu befürchten, das Sie es in Zukunft "öfter" machen,
weil es schließlich erfolgreich ist. Desweiteren war
hier vorkurzem hier schonmal ein
Thread mit einem ähnlichen Vorgehen des dänischen
Ablegers des Musikverbandes. Also warum sollte
das bei uns bei ähnlicher Gesetzeslage nicht auch
gemacht werden? Wobei die Dänen eigentlich noch
toleranter als die Deutschen sind, was Meinungs-
freiheit etc. angeht.

@Crypt

Denke mal schon, das das OS abhängig ist. Wenn Du
bei der RIAA arbeiten würdest und weisst, das ca. 95%
der User weltweit Windows nutzen, für welches OS
würdest Du wohl ein solches Tool schreiben????
(Jackpot-Preisfrage :D :D )

@Chris

Ist richtig, das Problem ist nur, das das FBI es vorge-
macht hat, wie man das verhindert. Indem man einfach
mit den Herstellern von AntiViren-Software zusammen-
arbeitetn und die Signatur des "Virus" aufnehmen in
Ihre Datenbank wie angeblich bei "MagicLantern" des
FBI's! Und Du wirdst Dir wohl kaum in Deiner Freizeit
Deine eigene AntiViren-Software coden, oder?

@DelumaX

Scheinbar nicht! :D :D Da kann man nur sagen: "history
is repeating with a twist". Andere Leute lernen auch aus
den Fehler Anderer, aber manche wollen alle Fehler
selbermachen. Wobei hier ja keinerlei Informationen
vorliegen, ob er nicht etwas nebenbei noch eine Web-
Site mit den Angeboten hatte oder so. Denn nur durch
"Mundpropaganda" bekommt man nicht 3000 User pro
Tag.

MfG Rushjo
 
@Rushjo:
Natürlich hast du Recht und das war mir auch klar (aus dem Alter bin ich eigentlich raus :D)
Nur regen mich solche Nachrichten immer wieder ziemlich auf und ich musste meinem Ärger erstmal Luft machen.
Es ist doch kaum zu glauben, was sich manche Leute anmaßen und was in einer Demokratie alles möglich ist, bzw wie sie sich entwickelt...

mfg
Nornagest
 
Schlicht und ergreifend nicht durchführbar, da es sich nicht auf einzelne Länder beschränken lässt. Wenn ein P2P-User in Takatukaland den Virus bekommt ist das für die Musikindustrie ein Problem, denn in Takatukaland ist es illeagl, der betroffenen wird also die Musikindustrie verklagen. Da der betroffene eine Privatperson ist, ist Austragungsort Takatukaland und die Musikindustrie muss zahlen. Dadurch würde die Musikindustrie sich selbst in den Ruin treiben.
(Takatukaland steht symbolisch für mehrere Länder mit entsprechender Rechtslage)

und nochwas:
Original von Rushjo
Ist richtig, das Problem ist nur, das das FBI es vorge-
macht hat, wie man das verhindert. Indem man einfach
mit den Herstellern von AntiViren-Software zusammen-
arbeitetn und die Signatur des "Virus" aufnehmen in
Ihre Datenbank wie angeblich bei "MagicLantern" des
FBI's!
Und inzwischen gab es auch schon veränderte Varianten des FBI-Virus, weswegen er inzwischen auch von vielen Antivirenprogrammen erkannt wird. Einen opensource-entwickler wird es im übrigen auch kaum stören woher der Virus kommt, und die großen werden immer aus Angst, ihre Software könnte nach dem bekannt werden als unsicher abgestempelt werden, nachziehen.
 
@Nornagest & Rushjo

die RIAA sind nicht die einzigen, die sich das gesetz zurechtbiegen können. laut österr. AGB und geltender EU-verfassung wäre das auf rechnern, die in europa stationiert sind illegal, da könnens in den usa narrenfreiheit haben. irgendjemand wird vor gericht gehen und einigen wird der kragen platzen und das tun, wozu nornagest nicht anstifften will. und wenn sie es gut machen, dann machen sie es zusammen und gezielt *hint*

non
 
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