GoogleMail für jeden zugänglich

bitmuncher, thorsten, ihr habt beide recht :)

Google HAT bereits ein neues BS entwickelt, der Kernel ist allerdings Unix. Die steuern damit ~120.000 Racks über 6 (SECHS!) Zentrale Server.

Das nächste BS wird das Internet selbst sein, davon bin ich überzeugt - Vista braucht eh keine Sau und Unix ist mittlerweile genaus feature-überladen wie Windows.

Doch, ich bin sicher, das nächste BS ist das Web selbst. Und zwar auf semantischer Ebene - macht auch viel mehr Sinn als so ein Single-System.
 
Original von 1000sassa
Doch, ich bin sicher, das nächste BS ist das Web selbst. Und zwar auf semantischer Ebene - macht auch viel mehr Sinn als so ein Single-System.
1. Dazu sind Zugänge zum Internet weltweit gesehen noch nicht überall vorhanden oder möglich. Evtl. mag der Trend irgendwann mal zum Booten seines Systems aus dem Internet gehen, aber für die nächsten 10 Jahre sehe ich das noch nicht. Dazu sind die Leitungen noch zu langsam. Wenn jeder seine eigene 100MBit-Anbindung zu Hause hat, dann wird sich das evtl. durchsetzen. Solange wird es weiter lokale Systeme geben. Kein User hat Lust erstmal eine halbe Stunde zu warten, bis das System aus dem Netz geladen ist. Selbst über eine 100MBit-Leitung ist das immer noch wesentlich langsamer als wenn man von einer lokalen Platte bootet.
2. Wäre das ein weiterer Schritt zur Endmündigung des Users und zur Totalüberwachung. Was daran also "mehr Sinn" machen soll, ist mir ein Rätsel.

Und wo kann man was über dieses "Google-OS" erfahren?
 
bitmuncher.... bitte? Booten ausm Netz? Wovon redest du? da wird nix mehr gebootet - du loggst dich aufm Server ein und gut is :)

Und was das arbeiten angeht - Mach ich zum Teil heute schon, root Server draussen und mein Kiste hier sind vernetzt - ich hab den externen Server quasi als "Festplatte" angeklemmt; zwar hauptsächlich zu Testzwecken, aber geht einwandfrei.
 
Original von 1000sassa
bitmuncher.... bitte? Booten ausm Netz? Wovon redest du? da wird nix mehr gebootet - du loggst dich aufm Server ein und gut is :)

Ahja, du loggst dich also Remote ein, ohne dass auch nur ein einziger Treiber initialisiert wurde? Ohne dass ein Netzwerk-Interface geladen ist? Ohne dass die Grafikkarte korrekt angesteuert wird? Ohne dass HD-Controller usw. nutzbar sind? Ohne dass es eine Speicherverwaltung gibt? Hab ich irgendwas verschlafen? Wie soll das denn bitte funktionieren?

Im übrigen ist ein Netzwerklaufwerk nicht mit einem Betriebssystem vergleichbar. Ich nutze auch Netzwerklaufwerke auf diversen Rootservern. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass der Rechner, auf dem ich sie nutze, erstmal wissen muss, wie er den Speicher zu verwalten hat, wie er die Hardware ansteuern muss, wie und womit er Netzwerkzugriff erlangt usw. usf bevor die Nutzung des Laufwerks überhaupt möglich ist.
 
Um dem ganzen mal ein bisschen mehr Deckung zu geben:
Ausreichen würde schon der einfachste Thinclient mit einer mittelmäßigen Anbindung, mit NX geht das schon heute.
Zwar muss der Thinclient dafür auch ein grundlegendes OS laden, aber das lässt sich leicht in einem Flash-ROM unterbringen und muss nicht immer übers Netz geladen werden.
 
Jo sorry, ich habe das falsch ausgedrückt - Booten musst du vielleicht noch (wenn das Interface nicht eh immer online iss - sone Art Standby wie bei der Glotze) - aber ein BS wie wir es heute haben wirst du nicht mehr brauchen, ein Boot-ROM wird das erledigen. Siemens hat solche Kisten übrigens auch - da iss nur ein Bildschirm und eine Tastatur, die permanent über Netzwerk an eine zentrale Kiste angeschlossen sind - und VMWare wird das übrige tun :)

Da das allerdings mit dem eigentlichen Thread nichts mehr zu tun hat, sollten wir das Thema ggf. in einem neuen Thread verfolgen - wäre einmal interessant, welche Möglichkeiten es vielleicht schon gibt, von denen die User wissen - sone Art Brainstorming, da sicher schon Konzepte, aber noch nichts fertiges per se existiert - zumindest nichts, von dem ich weiß.
 
Bleibt also nur festzuhalten. Selbst bei diesen Lösungen ist ein Betriebssystem notwendig, egal ob nun auf einer FlashROM oder auf einer Diskette, CD oder HD. Die Betriebssysteme werden sich evtl. in Richtung Embedded Systems entwickeln, aber sie werden trotzdem da sein. Darauf wollte ich hinaus. Ausserdem denke ich, dass nichtmal Google ausreichend Rechenleistung und vor allem RAM zu Verfügung hat um mehrere Milliarden User mit ihrer gewohnten Rechenleistung über NX, VNC o.ä. zu versorgen. Da müssen erstmal neue Server her um die Rechenleistung der heute schon vorhandenen Rechner zu ersetzen und das kostet Unsummen. Nicht umsonst werden diverse rechenintensive Projekte über distributed Computing (wie z.B. BOINC) gelöst. Da steht nämlich mehr Rechenleistung zur Verfügung, als sie jedes Rechenzentrum momentan bieten könnte.
 
Der neue Prozze von Intel mit 80 Kernen ist ein Schritt in die richtige Richtung :) Wenn ich seh, was mein Dualcore schon schafft... Und dann schau dir einfach mal deine Prozessliste an, wieviel Zeit davon der Rechner arbeitet und wieviel Zeit davon er einfach nur läuft - ich weiß nich wo, aber unter unix geht das sicher genauso wie in Windows nachzuschauen - also ich komm da auf unter 1% effektive Arbeitsleistung, da er beim Tippen und so ja nicht wirklich "arbeitet" - warten wir es ab ;)
 
interessante gedankengänge. das wird hier wohl die neue kaderschmiede für microsoft, google und co. 8o

ich mache aber erst wieder mit, wenn mir google eine!!! exakte auskunft darüber gibt, welche windgeschwindigeit bei windstärke null herrscht.oder ob mein verbeultes auto beulen hat :D
 
Das "WebOS" ist vielleicht für Büro-Arbeitsplätze interessant, vorzugsweise von Firmen, die auch an mehreren Standorten operieren. Aber ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass die FPS-süchtige Gamer-Community sich mit irgendeinem geteilten Prozessor irgendwo im Web zufrieden geben wird, um die immer aufwendiger werdenden Grafiken rendern zu lassen...

Auch mittelfristig sehe ich keinen Weg an rechenstarken Clients für den Privatgebrauch vorbei.
 
Original von LX
...dass die FPS-süchtige Gamer-Community sich mit irgendeinem geteilten Prozessor irgendwo im Web zufrieden geben wird, um die immer aufwendiger werdenden Grafiken rendern zu lassen...

öhm, also mein letztes Spiel war Ultima Unterworld 2 - ich hab da keinen Schimmer, was man heutzutage braucht. Hab zwar mal gesehen, das es GraKas gibt, die mehr kosten als meine letzten 2 Autos zusammen... naja :) Wie gesagt, evtl. mal nen eigenen Thread zum Thema machen.
 
Die Vorteile...

OK, Datenschutz ist wichtig, das wird wohl jedem klar sein.
Auf der anderen Seite wollen die meisten User aber KOSTENLOSE Internetdienste, sei es zur Verwaltung von Bildern/Videos oder eben der E-Mails.
Google Mail hat einige Vorteile gegenüber den klassischen FreeMailern:

- Mail wird archiviert, kommt also in ein großes 'schwarzes Loch', das mittels Google Search prima durchforstet werden kann
- Google Mail hat den für mich besten SPAM-Filter
- Google unterstützt mit weiteren Funktionen wie KALENDER 'familienfreundliches Planen', man teilt einfach seinen Kalender
- Google Mail ist sehr schnell (bei Anwendung von AJAX); wer hat denn eigentlich noch JavaScript deaktiviert???

Also, nicht nur auf Google draufhauen! Man sollte sich immer bewusst sein, welche Daten durch die Welt geschickt werden - das gilt aber auch für jeden anderen FreeMailer!
Für mich stellt sich bei GoogleMail nur eine Frage: Wie organisiert man denn am besten sein Mail-Backup; auf Google will ich mich da nicht verlassen und die 2,8GB-Grenze wird auch mal erreicht sein...

Ciao
 
@go4java

Ne eigene (Email)Domain kostet nicht viel mehr als ne Schachtel Kippen.
Wer da eben spart muss sich mit sowas abfinden- eigene Wahl.

Ob sich der geiz-ist-geil Trip dann unterm Schnitt rechnet muss dann jeder selbst wissen.

Aber trotzdem bleibt google eine schmierige Schnueffelbude ;)


Don't be evil ...aeh ja...stimmt
 
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