Informatik in der Schule

Wir haben mal den Test gemacht und zu mehreren die GUI-Wizards ausgeführt (alle hatten die selbe DB als Basis) und alle das Selbe im Wizard ausgewählt. Dennoch waren die Ergebnisse sehr unterschiedlich. D.h. für mich, dass es mit Wissen nur z. T. zu tun hat.
Vllt. hat sich das auch seit Office 2k3 verändert.
Interessant... Aber bedenket: Wir reden hier von Schulen. Da bekommt man durchaus Software vorgesetzt, die mal locker 6-12 Jahre alt ist.
Wir haben auch noch auf einigen Rechnern Win 2000. Auch wenn das noch von allen Win-OS'en mein Liebling ist, ist er doch auch schon zehn Jahre alt. Und XP ist auch nur ein Jahr jünger.
Da versteht man nicht, warum Schulen nicht auf Open Source setzten. Die einzige Software die einigermaßen aktuell ist, ist die Kostenlose. :/

Btw.: Bei uns arbeiten viele Kurse, deren Fachrichtung nicht IT ist, gerne mit diesen wunderbaren GUI's. :)
 
Also ich finde es ziemlich Schwachsinnig, wenn man an der Schule und der Uni auf dem Papier programmieren soll.

In der Schule haben wir mit Delphi programmiert. Die Lehrer waren natürlich auch nicht in allen Bereichen kompetent aber wir durften während der Klausur am PC arbeiten und hatten auch APIs etc. zu unserer freien verfügung. Wenn der Lehrer etwas nicht wusste und selber etwas dazu lernen konnte hat er sich gefreut :)
Datenbanken haben wir mit MySQL und PHP durchgenommen, Klausur auch wieder am PC. Der Vorteil war allerdings, dass wir am Ende nur vier Leute in dem Informatik Kurs waren und das ganze daher etwas lockerer laufen konnte.

Jetzt an der Uni programmieren wir mit Java. Da eine schriftliche Klausur nicht wirklich Sinn macht, werden die Aufgaben über einen gewissen Zeitraum von zu Hause aus bearbeitet und dann Online in ein Testsystem eingereicht. Wenn der Code nicht kompiliert werden kann oder das Programm wenigstens die Grundfunktionalitäten erfüllt kann man es erst gar nicht abgeben.
Wert gelegt wird vorallem auf saubere Dokumentation, gutes Design und dass wir uns an Vorgaben wie die Java Coding Conventions halten.

Programmieren ohne APIs und allgemeine Nachschlagemöglichkeiten ist einfach Schwachsinn und absolut Realitätsfern. Im Englisch Abi hat man ein Englisch-Englisch Wörterbuch, im Deutsch Abi einen Duden und in Mathe für den größten Teil eine Formelsammlung. Zumindest hier ist das so.
Wichtig ist doch, dass man eine gewisse Grundahnung von einigen Dingen hat, dass man weiß was es für Möglichkeiten gibt und dann im Zweifel schnell nachschlagen kann.

Vielelicht gibt es doch noch ein Fünkchen Hoffnung für den Informatikernachwuchs :P
Ich plädiere dafür, allgmein zu Klausuren möglichst viel Material zuzulassen und dafür vielleicht die Ansprüche etwas hochzuschrauben.
 
Also bei mir an der Schule ist das so (Technisches Gymnasium, Profil Informationstechnik, Baden Württenberg)
Wir haben folgende (Informatikbezogene) Fächer:
- Computertechnik (Am Anfang haben wir Word und Powerpoint
gemacht-.-, mittlerweile sind wir an HTML, 2 Wochenstunden)
- Informationstechnik (3 verschiedene Lehrer^^, wir haben Digitaltechnik, wo
wir so Sachen wie Volladierer und so Zeug machen, Sytem Engineering, also
Projektplanung, Projektgestaltung, Zielsetzung, Problemlöseprozess usw, 4
Wochenstunden)
- Angewandte Informationstechnik (C++ Programmieren, 2 Wochenstunden)

Unsere Lehrer kommen größtenteils aus der freien Wirtschaft, was von Vorteil sein kann, aber leider nicht einen gewissen gleichen Wissensstand mit sich bringt...

Trotzdem gefällt mir diese Schulart sehr, und ich will sie nicht mehr tauschen xD

Zur Info, ich bin in der 11. Klasse, also das ist nur der Stoff, den wir bis jetzt dort gemacht haben...
 
Interessant... Aber bedenket: Wir reden hier von Schulen. Da bekommt man durchaus Software vorgesetzt, die mal locker 6-12 Jahre alt ist.
Wir haben auch noch auf einigen Rechnern Win 2000. Auch wenn das noch von allen Win-OS'en mein Liebling ist, ist er doch auch schon zehn Jahre alt. Und XP ist auch nur ein Jahr jünger.
Da versteht man nicht, warum Schulen nicht auf Open Source setzten. Die einzige Software die einigermaßen aktuell ist, ist die Kostenlose. :/

Btw.: Bei uns arbeiten viele Kurse, deren Fachrichtung nicht IT ist, gerne mit diesen wunderbaren GUI's. :)

Naja ich denke es hat mehrere Gründe warum Schulen nicht auf Open-Source setzen:
Aber zuerstmal die Nachteile von / für Windows:
* Teurer als Open-Source
Daher kann es sich unser Schulsystem einfach nicht leisten jedes Jahr mal schnell ein paar hunderttausend PCs zu updaten.

Ok und nun zählen wir die Vorteile auf:
* Wesentlich mehr Software zur Auswahl (Programme wie Altium, Autocad, SolidWorks, Cinema4D, ...)
Und dann finde noch Treiber für deine Grafikkarte, um deren GPU für Berechnungen in diesen Programmen zu verwenden.

* Den Vorteil den du nachher derzeit in der Arbeitswelt hast:
Was bringt mir ein Mitarbeiter der Linux beherrscht und noch nie mit Microsoft Office gearbeitet hat, wenn mein ganzes Unternehmen Windows benutzt. (Und bitte verschont mich jetzt mit dem Argument das ein ganzes Unternehmen nur Linux verwendet ... ;) )

* Fast jeder arbeitet zuhause mit dem gleichen System. Der Lehrer muss also nicht ganz auf die Basics zurückgehen und hat somit mehr Zeit für den Lehrplan.
(Ja es gibt auch Leute die verwenden Linux privat aber setzt diese Zahlen mal in eine Relation)

MfG
Inliferty
 
Eine Option wäre auch die gleichzeitige Installation von Windows und Linux, wobei je nach Situation oder Wunsch des einzelnen Schülers das eine oder das andere System verwendet wird.

Bedingt zwar einen höheren Administrationsaufwand, aber ermöglicht auch Freiheiten :)
 
Also ich muss hier mal mit den schlechten Vorurteilen aufräumen:
Meine Schule, Nrw, Naturwissenschaftlicher Schwerpunkt, vom Mint-Verein gefördert. Ich bin jetzt in der 12 im Info-LK (dem einzigen in Bonn soweit ich weiss). Wir haben Nachmittags unterricht und Schüler aus anderen Schülern kommen zu uns um mit uns mit unterricht zu haben.

Wir haben 2 Computerräume, bestückt mit Windows XP PCs und sog. Active Boards in beiden räumen (und unsere lehrer wissen damit umzugehen)

Wir programmieren mit Java (angefangen haben wir in der 11 mit Python) und ich muss sagen so langsam gewöhne ich mit an Java (auch wenn Pyhton schöner ist :D). Der Lehrplan ist eigentlich ganz ok, wobei wir dem Zeitplan weit voraus sind, was aber auch an unsrem guten Kurs und absolut tollen Informatiklehrer liegt. Unser Lehrer organisiert Regelmäßig Vorträge und projekte mit Firmen z.B. haben wir einen Vortag über Geomarketing gehört und mit ensprechender Software arbeiten können und zum Highlight wurde, dass wir Iphones ausgeteilt bekamen und zusammen mit einer Universitätsgruppe ein spiel gespielt haben (mister X) in dem man sich mittels einer Iphone Karte eine verfolgungsjagd in der Innenstadt geliefert haben und anschliessend die Server um neue Funktionen erweitert haben.

Wir haben den nachteil das die Schulpcs etwas langsam sind und die verwendeten IDEs für java schlecht ABER zum ausgleich können wir mit Note/Netbooks und Remotedesktops nach Hause arbeiten, was das ganze ausgleicht.

Insgesammt ist es der beste unterricht den man sich auch nur vorstellen kann und es ist schade das nur wenige schulen diese Qualität erreichen aber wenn es der Standard werden würden dann hätte wir in deutschland einen international herausragenden informatik Nachwuchs!
 
Bedingt zwar einen höheren Administrationsaufwand, aber ermöglicht auch Freiheiten
Ich weis nicht warum, vieleicht liegt das am Beamtentum, aber gegen Mehraufwand sträuben sich die Lehrer. Ein Infolehrer bei uns hat sich auch schon beschwert, dass das alles immer an ihm hängen bleibt und deswegen wohl so langsam resigniert. :/

@Inliferty
* Das die Meisten Schüler wohl Windows benutzen ist sehr wahrscheinlich, aber kein Argument. Gerade deswegen sollten sie doch mal über den Tellerrand schauen.

* "Programme wie Altium, Autocad, SolidWorks, Cinema4D" haben wir nie benutzt. Hauptsächlich Office, PHP, SQL und Caddy. Es währe simpel alles auf Open Source umzumünzen (nicht zwangsweise Linux). Software, die die GPU wirklich fordert wird in der Oberstufe sicherlich nicht zum Thema. Oo

Aber dashier sollte wohl nicht in eine Windows/Linux Diskussion ausarten...
 
An anderen Schulen im Landkreis scheint es lt. Freundeskreis sehr sehr ähnlich auszusehen. Informatik und Physik sind wohl die neuen Top-10 Fächer :thumb_up:
 
Ich weis nicht warum, vieleicht liegt das am Beamtentum, aber gegen Mehraufwand sträuben sich die Lehrer. Ein Infolehrer bei uns hat sich auch schon beschwert, dass das alles immer an ihm hängen bleibt und deswegen wohl so langsam resigniert. :/

@Inliferty
* Das die Meisten Schüler wohl Windows benutzen ist sehr wahrscheinlich, aber kein Argument. Gerade deswegen sollten sie doch mal über den Tellerrand schauen.

* "Programme wie Altium, Autocad, SolidWorks, Cinema4D" haben wir nie benutzt. Hauptsächlich Office, PHP, SQL und Caddy. Es währe simpel alles auf Open Source umzumünzen (nicht zwangsweise Linux). Software, die die GPU wirklich fordert wird in der Oberstufe sicherlich nicht zum Thema. Oo

Aber dashier sollte wohl nicht in eine Windows/Linux Diskussion ausarten...
* Naja ein überwiegender Teil in der Wirtschaft verwendet Windows. Und warum sollte die Schule nun etwas lehren was dich im späteren Leben wahrscheinlich nichmal betrifft - Ok, Basics wären vielleicht nicht schlecht.
Unternehmen die auf Linux setzen bieten dann meist einen Einführungskurs für ihre Mitarbeiter an. Habe soetwas aber noch nicht für Windows gesehen?
(Ich bin weder Windows Pro/Contra noch Linux Pro/Contra Redner)

* Das wird wahrscheinlich auf den Schultyp ankommen. :)
Ich komme aus Österreich und geh auf eine HTL. Wir arbeiten zwangsläufig mit Programmen wie Altium usw. wegen Schaltungssimulationen.
Eine andere Abteilung mit dem Schwerpunkt Maschinenbau verwendet unter anderem Programme zur Berechnung mit FEM[1]. Das braucht auch einiges an Leistung. :D

Was mich noch intressieren würde:
Wie sieht es an euren Schulen mit der Internetverbindung aus?
Haben hier > 1500 Schüler und das nicht gerade bei der schnellsten Verbindung.
Leider auch keinen Proxy der vernüftigt Daten cached.
Das führt manchmal zu ewigen Ladezeiten ...

MfG
Inliferty

[1] FEM:
http://de.wikipedia.org/wiki/Finite-Elemente-Methode
 
Zuletzt bearbeitet:
Ähnlich sieht es auch bei uns aus, für eine HTL sind AutoCAD, EAGLE und Multisim ein must-have.
Bezüglich Internet sieht es relativ mager bei uns aus. Die Begrenzung von 100MB Volumen pro Monat fällt gar nicht wirklich auf, weil die Seiten teilweise bis zu eine Minute lang laden. Dafür haben wir insgesamt wahrscheinlich für jeden Schüler einen Rechner, aufgeteilt auf die Labore, Werkstätten und KU-Räume.

mfg benediktibk
 
Also wir haben C am Rechner gemacht. War Spitze, viel gelernt und Spaß gemacht.

Programmieren auf nem Zettel ist ja wirklich ne Zumutung.
 
Meine Schule ist, was die Informatik angeht, relativ gut ausgestattet.
Wir haben 1200 Schüler, zwei Informatikräume in denen jeweils ca. 25 Rechner stehen (2GHz Dual-Celerons, 512 MB RAM, Windows/Linux Dualboot, Flatpanels und moderne Peripherie), durchgängig Whiteboards um UML-Zeichnungen anzukritzeln und nen Beamer der von der Decke hängt um seine Arbeit zu präsentieren.
Leider wählen aber die meisten Informatik ab, weil einer der vier Informatiklehrer ein sehr, sehr seltsamer Mensch ist welcher die meisten Schüler vergrault.
Nur deswegen darf ich keinen LK haben und bin der einzige in meinem 6-Mann-Kurs welcher Info schriftlich hat :(

edit: Internet ist zwar einigermaßen schnell (ca. 80kbyte downstream pro Rechner), dafür stehen gefühlte 90% des Internets auf der Blacklist des Proxys vom Dortmunter Systemhaus welches die ganzen Rechner fernadministriert - was oft zu Problemen führt.
 
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Meine Schule, eine EDV-orientierte HTL ist einigermaßen gut ausgerüstet. An die 10 "normale" Computer-Labore mit 2.4 GHz DualCore und 4GB-Ram PCs, ein Multimedia-Labor mit hauptsächlich in der Grafik etwas besseren Rechnern und ein Netzwerk-Labor mit Cisco-Equipment. Dazu muss man sagen, dass die Cisco-Hardware teilweiße Privateigentum der Lehrer ist. Leider läuft Linux mittlerweile nur noch auf der Rechnern im Cisco-Labor.
Vor 3 Jahren musste sich noch jeder Schüler, wenn er von seinem Laptop aus Surfen wollte, mit seine Schulacconutdaten einloggen und hatte im Monat 1GB Traffic frei. Nach Server- und Personalumstellung in der Systemadministration darf jeder surfen so viel er will, ohne Login. Mittlerweile gibt es nach einen Umzug(Temporär, Schulgebäude wird umgebaut) auch wieder Flächendeckendes WLAN, davor musste jede Klasse ihren eigenen Access-Point mitnehmen und auf eine der 2 Ethernet-Buchsen stöpseln. Die Bandbreite ist lässt zum Teil leider zu wünschen übrig, einfach zu viele Schüler im WLAN. Aber wenn man in den richtigen Räumen sitzt(Klassenräume des Netzwerktechnik-Zweiges :D ) bekommt man 20 MB/S über den Klassenswitch(jede höhere Klasse).

Ich für meine Wenigkeit stecke noch im älteren Lehrplan, habe noch Assembler, PL/1(oh Gott) und Automatentheorie gelernt. Der Großteil der Lehrer ist fachlich kompetent, zumindest der EDV-Teil aber zum Großteil pädagogisch unbrauchbar.
Der neun Lehrplan hat die alten wählbaren Zweige Netzwerktechnik, Medientechnik und Kommerzielle Datenverarbeitung, durch Info-/Edutainment, Softwareengeneering und Intelligente Systeme ersetzt.
 
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