Informatiker ohne Studium?

Ich bin ziemlich neu hier im Board (zumindest nicht chronologisch) und schaue mich hier ab und zu mal um wenn ich die Zeit und Motivation finde mich in meine (gescheiterte) Passion weiter hinein zu arbeiten.

Aus unbekannten Gründen bin ich beruflich in der Kaufmännischen Sektion gelandet wobei ich früher immer gerne Informatik studieren wollte...

Nun meine Frage:

Ist es möglich auch ohne Informatikstudium sich selber auf das Niveau eines Informatikers zu bringen?


Ich hoffe die Frage ist nicht zu unangemessen...

Dennoch vielen Dank im Voraus!
 
Also was das wissen angeht, natürlich, aber wenn es um einen Job geht, dann fehlt dir leider das wichtigste, der schriftliche Nachweis über deinen Abschluss. Leider ist es oft so, dass du, trotz gleichem oder sogar mehr Wissen, weniger verdienen wirst.
 
Es geht mir ja nicht darum um einen Job als Informatiker zu bekommen. Ich bin jetzt in der Wirtschaft und da bleibe ich (denke ich auch).

Aber deiner Aussage nach "mit mehr wissen weniger verdienen, da die schriftliche Qualifizierung fehlt" kann ich entnehmen, dass es möglich ist oder irre ich mich da?
 
Na wieso sollte es nicht möglich sein? Studenten lernen doch auch nur und im Regelfall solltest du bei einer Uni deiner Wahl sogar herausfinden können, was da genau für Kurse besucht werden müssen und dir dann die Seiten der einzelnen Kurse ansehen.
Teilweise wirst du da ganze Skripte finden, teilweise nur Angaben, welche Bücher der Professor zum Lernen empfielt und manchmal findest du sogar Übungen und Lösungen dazu. Bei uns wurde sogar einige Semester lang eine Vorlesung live gestreamt und auch aufgezeichnet.

Ich denke nicht, dass du mehr brauchen wirst, um dir das Wissen anzueignen, wenn du den Willen hast und das auch diszipliniert durchziehst.

Daher auch die Aussage, dass du dir durchaus das Wissen aneignen kannst.
 
Mr. illECTRO:
Aber deiner Aussage nach "mit mehr wissen weniger verdienen, da die schriftliche Qualifizierung fehlt" kann ich entnehmen, dass es möglich ist oder irre ich mich da?
Selbstverständlich ist es möglich - die Informatik ist ja keine Geheimlehre, in die man nur von Eingeweihten initiiert werden kann...:rolleyes:

Gerade im Bereich der IT gibt es zahlreiche "Amateure", die über ein Expertenwissen verfügen, das selbst gestandene Informatik-Professoren beeindruckt.
Allerdings ist der Begriff Informatik natürlich sehr weitläufig und umfasst zahlreiche Teilgebiete (z. B. Programmierung, Netzwerktechnik, Datenverarbeitung, Kryptografie, etc.), wenn Dich eines dieser Themen interessiert, stellen eigentlich nur Dein Ehrgeiz und Deine Motivation mögliche Hindernisse auf dem Weg zum autodidaktischen Informatik-Experten dar - denn das nötige Wissen & die nötigen Informationsquellen sind frei zugänglich und vielfach sogar kostenlos...;)
 
Das Problem hierbei ist nur zu wissen, was man wissen muss :)
Aber wenn du dir einen Fachbereich gewählt hast, kommst du da mit Nachfragen auch schnell hinter.
Viele scheitern dabei nur am fehlenden Lerndruck :)

lG
 
@ Tarantoga: Sehr motivierend dein Post! :)

Ja gut! Dann ist es also nicht schlimm, dass ich in der 7. Klasse nicht Informatik als Schwerpunktfach gewählt hab... :rolleyes:

Sehr motivierend das zu wissen, da ich immer gedacht hab, dass man sich selbstständig nur "wenig" aneignen kann.


Falls es jemanden interessiert lese ich mir gerade die ganzen Noobthreads durch in denen sie (gefühlte) 100 mal fragen mit welcher Programmiersprache sie anfangen sollen u.ä. :D Sollte ich das etwa seinlassen und mir etwas "sinnvolleres" anschauen? (Ich hoffe ich verletzte damit niemanden)
 
Was ist denn ein "Informatiker"? Ich arbeite z.B. seit >10 Jahren als Systemadministrator/System Engineer und habe nie etwas in dieser Richtung gelernt. Ich hatte dazu vor einiger Zeit auch mal was geschrieben: Admin werden und so...

Etwas schwieriger ist der Einstieg, wenn man es ohne Ausbildung versucht. Wenn man es auf diesem Weg versuchen will, sollte man sich sehr sicher sein, dass man sein Gebiet auch beherrscht und eine gesunde Portion Selbstbewusstsein hat. Als Quereinsteiger kann man zumeist erstmal nur freiberuflich arbeiten. Erfahrung und Referenzen sammeln ist angesagt. Wie man diese bekommt, ist genauso individuell verschieden, wie die Wege der Quereinsteiger, die ich so kenne. Bei allen spielten aber Freunde im Informatik-Sektor eine große Rolle. Durch diese erfährt man z.B. von internen Projekt-Ausschreibungen und ist so auf dem Laufenden, wenn Firma XYZ jemanden sucht, der ihre Rootserver verwalten kann o.ä.. Und der zweite wichtige Faktor war bei den meisten, dass sie programmieren konnten, so dass sie gerade am Anfang nicht allein auf Admin-Aufträge angewiesen waren. Admin-Jobs rentieren sich zwar meist langfristig, weil man mit den Kunden oft Service-Verträge abschliesst, aber sie sind eher seltener als kleinere Programmieraufträge. Viele Quereinsteiger erstellen daher am Anfang auch Homepages, passen OpenSource-Programme an die Anforderungen einer Firma an u.ä.. Im Laufe der Monate bekommt man aber dann auch seine "Stammkunden" zusammen, deren Server man verwaltet. Am schwersten sind dabei immer die ersten Kunden zu bekommen. Kann man diese aber mit gutem Service und kompetenter Ausführung von Aufträgen zufrieden stellen, wird man oft auch weiter empfohlen. Diese Empfehlungen sind wichtig um nach und nach auch in größere Firmen zu kommen und entsprechend größere Aufträge abzugreifen. Wenn man es sich leisten kann, sollte man auch entsprechende Zertifizierungen machen (LPIC u.ä.). Mit ein paar Jahren Erfahrung, einigen erfolgreich ausgeführten Aufträgen bei bekannten Firmen und evtl. dem ein oder anderen Zertifikat in der Tasche, kann man sich im Endeffekt auch problemlos auf Festanstellungen bewerben. Tipp für jene, die diesen Weg beschreiten wollen: Social Networks wie Xing können extrem gute Auftragsgeneratoren sein, etwas Aktivität und ein ordentlich ausgefülltes Profil natürlich vorausgesetzt.
 
Ich sage mal so :


  • Schumacher hat ist kein studiertet Ingenieur und kennt sich mit Autos aus
  • Kahn hat nie Sport studiert, ist aber ein guter Fussballer

Bei mir im Büro bin ich der einzige, der studiert hat. Bringt mir "nichts".

Du kannst kein


  • SEO
  • Typo3
  • Magento
studieren. Die Leute werden aber gesucht. Mein IT Prof sagte immer :

Akademiker : Können alles, aber nichts richtig.

Quereinsteiger : Wissen nicht viel, aber dafür das richtige.
 
Brabax:
Und was sagt er zu Fachinformatikern?
Ganz einfach: Los, trag meine Tasche! *scnr*

Ist natürlich nur ein Scherz, ich möchte niemanden (schon gar nicht ganze Berufsgruppen) beleidigen, aber den konnte ich mir einfach nicht verkneifen...:D
 
[...]Du kannst kein


  • SEO
  • Typo3
  • Magento
studieren. Die Leute werden aber gesucht. Mein IT Prof sagte immer :

Akademiker : Können alles, aber nichts richtig.

Quereinsteiger : Wissen nicht viel, aber dafür das richtige.

Um so etwas zu BEDIENEN zu können muss man auch nicht studieren. Um so etwas zu effizient zu entwerfen, ists schon nützlich.

Bitmuncher hat schon ganz recht, als erstes solltest du dir die Frage beantworten "was ist ein Informatiker" und "was möchtest du wissen/können".
Wähle Uni X und schau dir im Vorlesungsverzeichnis für das Fach B.Sc. Informatik die Kurse an, meist sind dort auch die Inhalte aufgelistet.
zb. Aachen: http://www.campus.rwth-aachen.de/rw...Sc.)&tguid=0xD00EBB0A7C621145B993D9E35BA620FA

Großer Teil des Studiums besteht auch aus Mathe ;)
 
Um so etwas zu BEDIENEN zu können muss man auch nicht studieren. Um so etwas zu effizient zu entwerfen, ists schon nützlich.

Bitmuncher hat schon ganz recht, als erstes solltest du dir die Frage beantworten "was ist ein Informatiker" und "was möchtest du wissen/können".
Wähle Uni X und schau dir im Vorlesungsverzeichnis für das Fach B.Sc. Informatik die Kurse an, meist sind dort auch die Inhalte aufgelistet.
zb. Aachen: http://www.campus.rwth-aachen.de/rw...Sc.)&tguid=0xD00EBB0A7C621145B993D9E35BA620FA

Großer Teil des Studiums besteht auch aus Mathe ;)


ehhh....Ich glaub du hast mich nicht ganz verstanden...

Ich will kein Informatik studieren. ;)
 
Ganz einfach: Los, trag meine Tasche! *scnr*

Ist natürlich nur ein Scherz, ich möchte niemanden (schon gar nicht ganze Berufsgruppen) beleidigen, aber den konnte ich mir einfach nicht verkneifen...:D

och ... sowas nehmen wir nicht persöhnlich ... :rolleyes:
und die 9 schwänzige cat-5 kabelpeitsche hängt hier auch wirklich nur zu dekorativen zwecken ... ehrlich ... ;)

*wieder LARTs sortieren geh*
 
Ist es möglich auch ohne Informatikstudium sich selber auf das Niveau eines Informatikers zu bringen?

War die Frage, der Link zur Vorlesungsverzeichnis, war bloß ein Tipp wo du nach gucken kannst, was Informatiker so lernen. Um deine Frage direkt zu beantworten: Nein, es sei denn du bist sehr begabt oder willst nur ein bisschen Programmieren lernen. Es gibt einfach sehr viele Dinge im Studium, die nicht sehr leicht zu begreifen sind und man auf die Hilfe von Kommilitonen, Tutoren, Assistenten oder der Professoren angewiesen ist. Außerdem fehlt dir die Instanz, die dein Wissen prüft. Diese dient nicht nur für den Erhalt irgendwelcher Scheine, sondern zeigt gelegentlich auch, dass ein vermeintlich gut gelerntes Thema doch nicht so gut gelernt war. Dazu kommen noch andere Dinge wie Hausarbeiten, Teamarbeiten, Vorträge usw in denen noch andere Schlüsselkompetenzen erworben werden.
 
Um deine Frage direkt zu beantworten: Nein, es sei denn du bist sehr begabt oder willst nur ein bisschen Programmieren lernen.

Das würde ich so spontan nicht sagen. Da kommt's eben darauf an, wie man Informatiker definiert. Ausserdem kenne ich Coder, die weitaus bessere Programme abliefern als die viele Leute mit Informatik-Studium. ;)
 
GrafZahl:
och ... sowas nehmen wir nicht persöhnlich ... :rolleyes:
und die 9 schwänzige cat-5 kabelpeitsche hängt hier auch wirklich nur zu dekorativen zwecken ... ehrlich ... ;)
Äh, schön... Da bin ich ja (fast) beruhigt...:)

bitmuncher:
Das würde ich so spontan nicht sagen.
Dem würde ich zustimmen - es ist zwar deutlich schwerer sich Expertenwissen autodidaktisch beizubringen, aber keineswegs unmöglich.
 
Das würde ich so spontan nicht sagen. Da kommt's eben darauf an, wie man Informatiker definiert.
Ich unterscheide in:
Informatiker mit akademischen Abschluss: Diplom, Master, (Bachelor)
Fachinformatiker: entweder Richtung Systemintegration oder Anwendungsentwicklung

Ausserdem kenne ich Coder, die weitaus bessere Programme abliefern als die viele Leute mit Informatik-Studium. ;)
Das glaube dir gerne bzw. kann ich sogar bestätigen. Im Studium lernt man ja auch nicht nur Programmieren, das macht einen sehr kleinen Teil aus.

Ist es möglich auch ohne Informatikstudium sich selber auf das Niveau eines Informatikers zu bringen?
Daraus entnehme ich, dass das Niveau einen Informatikers mit einem abgeschlossenen Studium gemeint ist.
 
Jetzt muss ich auch mal was fragen:

Ich habe schon oft gehört, dass wenn jemand Informatik studiert, er/sie zwar ein umfangreiches Wissen in den allgemeinen Themengebieten sammelt, er oder sie aber (wenn nicht privat abgehandelt) dort nicht viel über die Praxis am Computer lernt (=Adminskills).

Welche Erfahrungen habt ihr da so gemacht?

@Taratonga: Tragen (=körperliche Arbeit die nicht konsequent etwas mit Informatik zu tun hat) ist afaik ein undefiniertes Feld für Fachinformatiker :P

lG
 
War die Frage, der Link zur Vorlesungsverzeichnis, war bloß ein Tipp wo du nach gucken kannst, was Informatiker so lernen. Um deine Frage direkt zu beantworten: Nein, es sei denn du bist sehr begabt oder willst nur ein bisschen Programmieren lernen. Es gibt einfach sehr viele Dinge im Studium, die nicht sehr leicht zu begreifen sind und man auf die Hilfe von Kommilitonen, Tutoren, Assistenten oder der Professoren angewiesen ist. Außerdem fehlt dir die Instanz, die dein Wissen prüft. Diese dient nicht nur für den Erhalt irgendwelcher Scheine, sondern zeigt gelegentlich auch, dass ein vermeintlich gut gelerntes Thema doch nicht so gut gelernt war. Dazu kommen noch andere Dinge wie Hausarbeiten, Teamarbeiten, Vorträge usw in denen noch andere Schlüsselkompetenzen erworben werden.

ich denke das problem hier ist dass "informatiker" nicht nahe genug deffiniert ist ...

wenn dein "nein" auf die vergleichbarkeit der kompetenzen eines uni absolventen im vergleich zu jemandem ohne uni abschluss abzielt, würde ich das ganze anzweifeln, da ich genug gegenbeispiele gesehen habe ... das wohl prominenteste beispiel ist Bill Gates ... der hat zwar studiert, jedoch vorzeitig abgebrochen ... sicherlich kann man nun anführen, dass er von seiner studienzeit profitiert hat, aber ich denke ein uni abschluss im allgemeinen wird deutlich überbewertet. es gibt fächer in denen das nicht so ist, bei anderen frage ich mich wieso sie überhaupt akreditiert wurden ...

aber um zum thema zurück zu kommen, der wichtige teil ist eigentlich:
"es sei denn du bist sehr begabt" ... diese begabung ist meiner meinung nach eigentlich der punkt um den es geht ... ob studiert oder nicht, einen guten informatiker macht eigentlich diese begabung aus ... ein studium kann dies zwar unterstützen und die entwicklung von fähigkeiten beschleunigen, das wars aber auch ... der einzige "reale" vorteil eines studiums denn ich sehe, ist die akzeptanz, die man sich ansonsten durch andere leistungen erarbeiten müsste, und die zusammenstellung und vertiefung von themen die durch den studienplan vorgegeben werden ... letztere sind öffentlich, und allgemein zugänglich, und wenn du wirklich ein thema hast was du dir von einem prof näher bringen lassen willst, gibt es immernoch die möglichkeit als gasthörer eine entsprechende vorlesung zu besuchen ...

von daher sehe ich hier kein all zu klares "nein"
 
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