Original von MindRebel
Informatik hatte mich auch lange sehr gereizt, bis mir klar wurde wie viel da an Mathe drin steckt... daher ist reine Informatik für mich wohl nichts, aber es gibt doch noch so viele andere Bereiche in denen auch Informatik mit drin steck. z.B. Wirtschaftinformatik, Internet Computing usw. hat da auch jemand Ahnung wie viel da an Mathekenntnissen notwendig ist? Einfach mal alles reinschreiben, was mit I. zu tun hat
MfG
MindRebel
hmm also, dass informatik ein wenig mit mathe zu tun hat, das ist sowieso klar. aber deine formulierung "reine informatik" kann ich so nicht unterschreiben. es kommt SEHR darauf an, welche informatik. ich zähle mal beispielhaft auf, was ich im grundstudium an pflichtkursen so gemacht habe und wieviel das mit mathe zu tun hatte:
2 semester lang mathe - ok, das ist wirklich nicht soo einfach, aber es gibt auch viel hilfe und mal erhlich, ne 4.0 müsste man, wenn man sich bemüht, irgendwie hinbekommen
2 semester lang theoretische informatik - im prinzip viel mathematik aber etwas anderer art. das a und o bei uns waren beweise mit vollständiger induktion. diese mathematik hat aber "anwendungsmäßig" nicht viel zu tun mit dem was wir in mathe gemacht haben. soll heißen, mathe war um einiges schwerer. ich hatte am anfang da auch net so viel ahnung von, aber spätestens nach dem 2. übungszettel konnte ich die vollständige induktion im schlaf (und jetzt immer noch)
3 semester lang praktische informatik - mathe begegnet hier nur indirekt. bei einigen standardalgorithmen braucht man ein bisschen davon, ist aber nicht wirklich schwer ... spätestens beim programmieren eigener hash-funktionen hat man dann auch modulo-arithmetik drauf
2 semester lang technische informatik - ich kann mich im moment nicht erinnern, dort jemals etwas gemacht zu haben, was über grundlegende mathematik (die man ja auch im alltag braucht) hinausging
1 semester informatik und gesellschaft - nur ein bisschen labern - der name ist programm
2 semester softwareprojekt - irgendeine software entwickeln mit allem drum und dran. kommt natürlich sehr darauf an, was sie leisten soll, ob man hier mit mathe in berühung kommt oder nicht (z.b. wenn es integrale berechnen soll ...

)
2 semester fachinformatik - man konnte zwischen medieninformatik, produktionsinformatik und wirtschaftsinformatik wählen. ich hatte produktionsinformatik und mathe ist mir hier auch nicht begegnet
mehr pflichtkurse gab es gar nicht ...
es gab auch nur ein paar leute, die ich kenne, die mathe nicht bestanden haben und wenn ich erhlich sein soll, dann auch "verdient". von nichts konnt nunmal nichts.
auch wenn nicht alles spaß gemacht hat, so würde ich jetzt dennoch rückblickend sagen, dass es nicht ganz so schwer ist. vor allem, wenn man nicht darauf aus ist, alle scheine mit 1.0 zu bekommen.
ich hoffe da jetzt ein bisschen die angst genommen zu haben. ich weiß nicht wie sehr sich der studiengang von uni zu uni unterscheidet, aber wenn weiter fragen auftauchen, bin ich auch gern bereit mehr zu erzählen oder auch meine unterlagen mal rüberzuschicken, damit du dir anschauen kannst, wie schwer bzw. wie leicht das ist.
was bei uns an der uni sonst noch angeboten wird ist medieninformatik. jedoch stimmen hier zumindest im grundstudium die kurse mit informatik weitgehend überein .. also genauso viel (bzw. wenig) mathe.
EDIT: man darf auch nicht vergessen, dass im grundstudium eben grundlagen geschaffen werden müssen und daher mehr theorie vorkommt als im hauptstudium. ich glaube hier wird man - egal welche fachinformatik - fast dasselbe machen, nur dass eben dann noch aus der zweiten disziplin ein paar sachen reinkommen.