Studium Informatik

Nun da das Abi endlich hinter mir ist wird es Zeit für das Studium.
Ich möchte gerne etwas mit Informatik studieren, bin mir aber bei den einzelnen Zweigen noch nicht sicher, genauso wenig wie bei der Wahl der Uni.

Bei den Unis bin ich am überlegen ob ich nach Passau gehe, Augsburg oder Hamburg.

Es wäre schön wenn ein paar Studenten hier mal ein paar Tips geben könnten.



Grüße
 
Hallo,
da sitzen wir im selben Boot. Ich kann dir da zwar keine Insider Infos geben, aber einen nützlichen Link, den ich gestern erst gefunden habe:
http://www.studieren-im-netz.org/

Mit der Suchfunktion dort lässt sich sehr gut nachschlagen, was man wo studieren kann.
 
Ich studiere an der Freien Universität Berlin und würde sagen, dass es prinzipiell egal ist wo du studierst, es sollte dir nur dort gefallen. Also die Parameter die mich dazu bewegten an der FU zu studieren waren:
- 9 Dozenten auf 150 Informatiker
- viele Seminargruppen (höchstens 20 Mann stark)
- schöne Lage (viel Grün, Berlin)
- die Möglichkeit sein Studium um 2 Semester zu verkürzen durch die sogenannten ProInformatik Kurse
- mehrere gut bestückte, große Bibliotheken
- Elite Uni

Ein gutes Mittel zur Orientierung ist das CHE-Ranking. Es beschreibt die Unis durch Studentenbefragungen und Allgemeine Informationen (z.b. Promotionen, Lehrkörper pro Student, usw.)
 
Ein gutes Mittel zur Orientierung ist das CHE-Ranking. Es beschreibt die Unis durch Studentenbefragungen und Allgemeine Informationen (z.b. Promotionen, Lehrkörper pro Student, usw.)

über das CHE ranking lässt sich allerdings auch sehr streiten... unsere Fakultät überlegt grad, ob sie austreten soll, so wie ganz Schweiz+Österreich zb.
Die haben eine ganz beschissene Art auf lager. wer genaueres wissen will, pn an mich.

ihr solltet auf jedenfall drauf achten, adss ihr euch die stadt auch leisten könnt, da is berlin schon ne gute sache.
 
Ich war mir auch nicht ganz sicher, was ich studieren sollte.
Angewandte Informatik(AI) soll "sehr schwer" sein(wäre auch nicht mein Ding), Technische hatte ich überlegt(wäre schon eher mein Ding), weil da ja noch ein bisschen Hardware mehr bei ist und habe mich dann für Informations und Elektrotechnik(ET) entschieden und es bis jetzt noch nicht bereut.

Einfach ist's natürlich nicht, aber da gibts in der Richtung wohl auch kein Studium;)
Nach dem ersten Semester sind da aber auch schon mal so 25-30% nicht mehr da, bis zum 4. Semester wird ordentlich ausgesiebt, es schaffen nicht wirklich viele-.- Umsonst bräuchte Deutschland ja keine Ingenieure/Informatiker;)

Hamburg kann ich als Stadt sehr empfehlen, es gibt ne Menge Sachen zu sehen, viele Kulturen treffen aufeinander, man kann sehr gut feiern gehen(Reeperbahn/Schanze), Dom("Rummel", nur in XXL), es gibt aber auch ruhige Ecken, Stadtpark/Alster z.B. und man hat auch so alle Vorteile einer Großstadt, wie Sportvereine, CCC Niederlassung;), Flughafen, alle möglichen Geschäfte und große Firmen(Praktika/duales Studium).
Dazu kommt Elbstrand und bis zur Nordsee/Ostsee/Dänemark ist's für'n Kurzurlaub auch nicht weit.
Allerdings sind die Mieten wohl im Vergleich zu anderen Städten wohl recht teuer, zumindest wenn man einigermaßen angenehm und zentral wohnen möchte.

Informatik gibt es an der normalen Uni mitten im Zentrum, an der TU in Harburg gibt es Elektrotechnik.
Dann gibt es noch die "FH", heisst jetzt HAW, da gibt es Berliner Tor(1 Station vom HauptBhf) auch noch AI, TI und ET.
 
Dann hänge ich mich auch mal rein: Wie sieht das Studium Informationstechnik und Elektrotechnik aus? Ich plane das in München zu studieren und der Studienplan sah in etwa so aus, dass Informatik nur eine nette Dreingabe war.

mfg benediktibk
 
@benediktibk und @Pat90:
Präzisere Fragen wären sicherlich hilfreich. Viele Infos bekommt ihr von der Website, z.B. zum Aufbau des Studiums, angebotene Studien- & Forschungsschwerpunkte. Die solltet ihr also entsprechend durchschauen.

Zu Fragen wie "Wie sieht das Studium Informationstechnik und Elektrotechnik aus?" wird sicherlich hier kaum einer Antworten, da das viel zu allgemein gehalten ist, mal viel zu viel schreiben müsste und immer noch nicht wüsste, ob ihr das überhaupt wissen wollt oder nicht.

Also mein Tipp:
Informiert euch und dann lieber gezielt nachfragen. Hilft euch deutlich mehr.


Was meine Kriterien waren:
- Sympathie für die Stadt
- Studienaufbau und der Freiheitsgrad bei der Gestaltung eines eigenen Studienplans
- Angebotene Studienschwerpunkte & Module
- Studentenzufriedenheit
- Campus-Uni vs. verstreut über die ganze Stadt-Uni
 
Bei den Unis bin ich am überlegen ob ich nach Passau gehe, Augsburg oder Hamburg.

Nachdem du örtlich sehr flexibel zu sein scheinst, schlag ich dir auch mal die TU Wien vor. Wien bietet ebenfalls alle schon in den vorherigen Posts genannten Vorzüge einer Großstadt, Wohnen ist leistbar und so wie ich das mitbekomme, gibt es auch einige Studenten aus Deutschland und anderen Ländern.
 
Wie Elderan schon gesagt hat, guck dir mal http://haw-hamburg.de/ti.html
an.
Im Allgemeinen kann man sagen, dass der ganze Kram schon ein bisschen Informatik mässig ausgelegt ist. Wir haben z.B. im ersten Semester in Mathe den Algorithmus Gauß-Verfahren zur Bestimmung von Nullstellen gemacht und dann wurde das in Programmieren gleich umgesetzt. Ebenso Bestimmung von Determinanten/Inversen/Lösung von Gleichungssystemen. Ganz simple Sachen, die man morgens noch in der Bahn mache kann, wenn man in der Schule z.B. schon programmieren gelernt hat;)

1. Semester gibts C, 2. C und v.a. C++ 3. Java und 4. wieder C für Mikrocontroller. Zwischendurch natürlich der übrige Kram, den man so brauch, kA wie die Sprachen alle heissen. LaTeX ist auch noch gut zu können, nur so am Rande;)

Wie gesagt, Algebra und Analysis hab ich schon das Gefühl, dass es etwas auf Informatik ausgelegt ist.
Physik ist nicht viel schwerer als in der Schule(Physik LK;))
E-Technik ist natürlich das Fach über das die meisten stöhnen(v.a. z.B. Maschinenbauer oder WI) und dementsprechend nicht einfach aber interessant meiner Meinung nach.
In Signal und Systemtheorie("SS" -.-) wird wohl nochmal richtig ausgesiebt:/
 
@Elderan & Arschengel
Ein bischen subjektiv, findet ihr nicht? Währe vieleicht ganz gut, wenn ihr das ein wenig erläutern würdet... ;)
 
also unsere semester hier sind gut vollgestopft im bachelor, beim master solls auch nich rosiger aussehen (teilweise samstags kurse, weils sonst nicht mehr passt)
dieser ekliger leistungsdruck stinkt auch gewaltig.
Und Unsicherheit darüber, ob man einen masterplatz kriegt machen einem das leben auch nicht einfacher.

reichts? :D
 
Hallo,
also meine Gründe warum ich froh bin, einen Bachelor zu machen:

Zum einen ist das Studium zum Diplom, zumindestens bei uns an der Uni, nicht anders. Mein ehemaliger Mitbewohner hat Informatik auf Diplom studiert. Er musste genauso die gleichen Module und Prüfungen belegen wie ich. Die Bachelorarbeit war im Diplomstudiengang genauso vorhanden, nannte sich nur etwas.
Klar war er etwas freier zu entscheiden wann er ein Modul hören möchte, also nun im 5. Semester oder doch erst im 9. Semester?

Aber:
Ich habe während des Studiums hier an der Uni gemerkt, als auch während meines Auslandsstudium, wie mich doch unheimlich zwei Forschungsbereiche (IT-Sicherheit, Kryptologie und Künstliche Intelligenz) interessieren, die hier so nicht angeboten werden. Es gibt zwar ganz grundlegende Vorlesungen in dem Bereich, da aber keine Forschungsgruppe vorhanden, ist keine Spezialisierung in dem Bereich möglich.
Dank des Bachelor-Master-Systems kann ich aber so das Grundstudium hier abschließen und mich dann im Master auf einen der genannten Bereiche wirklich spezialisieren und vertiefen.
Dort werde ich mir dann eine Uni mit entsprechenden Forschungsschwerpunkt suchen, die im Master-Studiengang eine entsprechende Vertiefung zulässt.

Hätte ich auf Diplom studiert, wären meine Möglichkeiten gewesen, entweder die Uni zu wechseln, was sehr schwierig ist mit der Anrechnung der bisher erbrachten Leistungen, oder aber ich hätte einen der angebotenen Schwerpunkte, die mich nicht so recht überzeugen, wählen müssen. Und optimal ist es ja auch nicht, wenn man einen Schwerpunkt wählt und studiert, nur weil man keine andere Wahl hatte.


Vor dem Studium konnte ich dieses noch überhaupt nicht einschätzen und mein angedachter Schwerpunkt im Studium hat sich seit dem Abitur doch grundlegend geändert.

Deswegen bin ich froh, im Bachelor-Studium das Grundwerkzeug zu erhalten und ich dann im Master die Möglichkeit zu habe, mir wirklich einen passenden Studiengang zu suchen, der mir meinen angedachten Schwerpunkt auch erlaubt zu studieren.


Dies ist im Diplom so nicht wirklich möglich. Und vor dem Studium kann man eigentlich nur sehr schwer beurteilen, was und wohin man wirklich möchte, was einen Interessiert und was nicht, und wie man sich das Studium so im Allgemeinen vorstellt.

dieser ekliger leistungsdruck stinkt auch gewaltig.
Ich hab keine Probleme damit, Leistungen zu bringen ;)


Und Unsicherheit darüber, ob man einen masterplatz kriegt machen einem das leben auch nicht einfacher.
Da muss man sich eigentlich kaum Sorgen machen. Hier an der Uni wird jeder im Informatik-Master aufgenommen (sofern vorher den Bachelor hier gemacht). Bei zu schlechten Noten, muss man einen Sonderantrag stellen und es entsprechend begründen.


Ich finde die Idee aber von speziellen Master-Studiengängen, die sich z.B. nur an die besten 10% oder 25% richten nicht verkehrt.
Dies habe ich an meiner Uni in den USA erlebt (weltweit eine der Top-Universitäten in Informatik) im Master und Doktorandenbereich. Dort merkt man wirklich, wie die Studenten weltweit zu den Besten gehören und das Potenzial sich gegenseitig potenziert. Gruppenarbeiten haben dort eine ganz andere Klasse und ein ganz anderes Niveau, wenn wirklich jeder in der Gruppe total motiviert und engagiert ist, und das notwendige Wissen mitbringt.

Selber merke ich es hier im Studiengang, was für krasse Unterschiede es gibt. Es gibt eben wirklich einige sehr gute Studenten, die auch entsprechend engagiert sind. Mit denen zusammen zu arbeiten macht Spaß und beflügelt die eigene Kreativität.
Aber dann gibt es auch viele, weniger motivierte & engagierte Studenten, oft mit mangelndem Fachwissen, die einfach nur bremsen.

Und wie man es aus der (menschlichen) Gruppentheorie kennt: Exzellenz geht in der Gruppe unter. Stattdessen ist das Ergebnis der Durchschnitt der Gruppenmitglieder.


Wenn aber jeder im Studiengang hoch motiviert ist und umfangreiches Wissen und Können mitbringt...


Und ich merke es jeden Tag wieder, wie der Unterschied ist wenn man mit insbesondere sehr motivierten Personen zusammenarbeitet oder eben nicht.
 
Hallo,

Da muss man sich eigentlich kaum Sorgen machen. Hier an der Uni wird jeder im Informatik-Master aufgenommen (sofern vorher den Bachelor hier gemacht). Bei zu schlechten Noten, muss man einen Sonderantrag stellen und es entsprechend begründen.

hier ist zulassungsnote 2.5, wer drüber ist, dem wird garnicht erst die chance gegeben sich noch in einem auswahlgespräch zu beweisen. Und das auch, obwohl nicht alle Plätze belegt sind.
Besonders schwer haben es da die Lehrämtler und zb Psychologen, die ohne master nicht ihren beruf ausüben dürfen.
 
hier ist zulassungsnote 2.5, wer drüber ist, dem wird garnicht erst die chance gegeben sich noch in einem auswahlgespräch zu beweisen. Und das auch, obwohl nicht alle Plätze belegt sind.
Besonders schwer haben es da die Lehrämtler und zb Psychologen, die ohne master nicht ihren beruf ausüben dürfen.

OT: Gibt's da in DE tatsächlich so unterschiedliche Regelungen von Uni zu Uni? Davon abgesehen, muss man in AT beispielsweise auch nicht fertig studiert haben um auf einer Schule unterrichten zu dürfen.
 
OT: Danke für den konstruktiven Beitrag. :wink: Natürlich ist das nicht die Regel, aber bei Fächern wie Physik und Mathematik herrscht aktuell akuter Lehrermangel bei uns. Da kam's schon mal vor, dass ein Prof während einer Vorlesung in die Runde fragt, ob nicht jemand Lust hätte im Ort xy zu unterrichten. Afaik, muss man den 1. Studienabschnitt beendet haben (Lehramtsstudien sind noch nicht auf Master umgestellt worden), allerdings wundert es mich eben, dass wie oben beschrieben, Studenten in DE sich für LA-Studien einschreiben, diese dann aber nicht beenden können. Ich kann mich zwar irren, aber was die naturwissenschaftlichen Fächer betrifft, wird es vermutlich auch in DE keinen Überschuss an Lehrkräften geben.

(sorry für offtopic)
 
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