Hasst ihr Web2.0?

Hasst ihr Web2.0?


  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    31
#1
Abend,

da man hier immer wieder ablehnte Haltung gegenüber der Web2.0 Bewegung liest würden mich die Gründe interessieren.

Vielen Dank für die Teilnahme.
 

easteregg

Member of Honour
#2
naja, ich würd nich sagen dass ich alles schlecht find.
was mich irgendwie an dem web 2.0 quark nervt sind sowas wie blogs. jeder dödel muss jetz tne blog haben mit seinem scheiss den keinen interessiert.
klar ist man nicht gezwungen das zeug zu lesen, aber damit im zusammenhang findet man bei google haufen sone blogs, nur weil jeder zweite die xte kopie von irgendwas anfertigt. was einem aber alles nicht weiterbringt.
ansonst dieser hype grade um twitter und co ... weis nich.
aber es gibt auch coole sachen. mir persönlich gefällt der multimediale anteil, grade portale wie youtube und co!
 
#3
Nein ich hasse das Web 2.0 nicht. Wen, dann hasse ich die meist jüngeren Zeitgenossen, die mit ihrem geistigen Schwachsinn andere Internet Nutzer malträtieren (Blogs, komische VZ's etc.). Aber wie ich schon in einem anderen Thread geschrieben habe, gibt es auch sinvolle und informative Web 2.0 Inhalte.
 

xeno

Moderator
Mitarbeiter
#4
Daß du Gründe für 'Absolut' hören wolltest, habe ich erst nach meiner Stimmabgabe egelesen, aber so soll es sein:

Ein Internet, in dem die Zahl der (virtuellen) Freundschaften entscheidend ist, werde ich in _nicht_ unterstützen. Dabei muss man aber beachten, daß ich aus einer Zeit komme, in der der Begriff 'Mailboxen' nicht bloß Assoziationen mit web/gmx/yahoo.de hervorgerufen hat. Damals war doch einfach alles besser *zwinker* ;)
 
#5
moing,
web 2.0 ist genauso vielfälltig, wie das internet selbst! selbstverständlich kann man natürlich aussortieren , was gut und schlecht ist. ich habe mich für die multiplayer entschieden ! hier sind einige ,die ich benennen möchte:
spool fm , laut fm, songza, deezer , streamdrag, joost, Mucelli, semsix,​

das gleiche gilt auch für die desktop- manager: es muss nicht immer google sein
hier einige manager:
icloud aus schweden atoolo desktoptwo.com​

in allgemein, steckt in jeden web- blogs viel arbeit, die man auch anerkennen sollte , zumal wir als user, wenn bedarf ist, einfach nutzen können!

um das interesse kann man sich streiten, den geschmack ist nun mal halt ansichtsache, dass muss nicht immer mit einen hass auslegen werden.meine persönliche meinung ist, das ich es gut finde, das sich web 2.0 entwickelt hat.
gruss whoopy84
 

Orniflyer

Member of Honour
#6
Web2.0 ist super, wisst ihr warum ? Weil niemand dazu gezwungen wird ...

Wer keine Lust auf Facebook/Twitter etc. hat der muss es ja auch nicht machen. Natürlich macht das einige Dinge im Leben bischen umständlicher. Vielleicht erntet man auch nen komischen Blick wenn man sagt man nutzt kein Facebook/StudiVZ ... aber prinzipiell egal. Genauso ist es doch mit IMs. ICQ gehört schon zum Grundequipment fürs Internet. Und in spätestens 1-2 Jahren halt auch Community Portale á la Facebook.

Der Sinn dahinter ist ja eben die Möglichkeiten des Web dafür zu nutzen um seine persönlichen Meinungen und seine Individualität vertreten zu können. Sicher entsteht dabei eine Menge Mist, vorallem bei Blogs etc. Aber es zwingt einen ja auch niemand die zu lesen.

Bei Medienportalen wie YouTube oder Hulu muss ich doch sicher nicht die Vorteile aufzählen.

Das Gute ist ja auch das jeder das Maß in dem er sich ins Web einbringt selber wählen darf. Wer täglich Stunden auf Communityseiten verbringen will der kann das tun, wer's nicht will, der muss es auch nicht.

Das Web entwickelt sich halt. Am Anfang gabs nur Emails, dann kamen Homepages und Instant Messenger und jetzt halt umfangreiche Portale ... wer weiß welche Dinge uns HTML 5.0 noch beschert.
 
#7
Naja also ich mag auch blogs und ähnliches wenn sie gut geführt sind. Es ist immer schön andere Meinungen zu hören und wenn sich jemand mühe mit seinem Blog gibt ist das meist auch lesenswert.
 
#8
Das Internet entwickelt sich nunmal weiter. Diese Weiterentwicklung aus nostalgischen Gründen abzulehnen, finde ich etwas ärmlich. Ich denke, dass gerade Social Networks einiges vereinfachen können. Da z.B. mein Freundeskreis auf der halben Welt verteilt ist und ich früher immer schauen musste, dass ich sie zu den unmöglichsten Zeiten in irgendwelchen IRC-Channeln antreffe oder sie mitten in der Nacht anrufe (bei ihnen ist es dann Tag, weil sie auf der anderen Seite der Erdkugel leben), sehe ich Web 2.0 eher als Erleichterung. Heutzutage kann ich den Leuten einfach via Social Networks eine Nachricht hinterlassen und fertig ist. Darüber werden sie dann auch noch via Email informiert, welche sich die meisten auch über Handy abrufen, wenn sie gerade nicht am Rechner sitzen. Das spart Zeit und Nerven.

Wer die Möglichkeiten von Web 2.0 nicht nutzen will, muss dies nicht tun. Wenn man dazu gezwungen würde, könnte ich verstehen, warum dann Leute sagen würde "Ich hasse Web 2.0", aber so ist es nunmal nicht. Man kann dem Web 2.0 ganz einfach aus dem Weg gehen. Browser zu und fertig. Im übrigen finde ich es eher lächerlich, wenn Leute sich in einem Forum rumtreiben und gleichzeitig behaupten, dass sie Web 2.0 hassen. Foren haben schliesslich mal den Grundstein für interaktive Websites und damit für's Web 2.0 gelegt. Sie sind also quasi der Keim des Ganzen.
 

Orniflyer

Member of Honour
#9
Ich muss halt bitmuncher zustimmen.

Allerdings muss ich immer noch schmunzeln wenn ich überlege wie das Internet eigentlich funktioniert und das es im Prinzip immer noch ein Experiment ist, wenn man sich die technischen Fakten anschaut. Das Internet ist schließlich nie als Dauerlösung designed worden.

Erstaunlich das sowas daraus entstanden ist, es ist bei weitem das wichtigste Medium der heutigen Welt und zusätzlich auch das bei weitem umfangreichste. Ein hoch auf das Internet! ;)

Besonders angetan bin ich von der Browser Weiterentwicklung und neuen Webstandards ... mich juckts schon seit der Ankündigung von HTML 5.0 in den Fingern. Uns stehen großartige Zeiten bevor.

Ich freu mich schon in ein paar Jahrzehnten Kindern davon zu erzählen wie wir seinerzeit mit textbasierten Systemoberflächen und nem krächzendem Einwahlmodem die ersten Schritte im Internet getan haben ... echt ne seltsame Reise.
 
F

friday0D

Guest
#11
Hallo Mechanius,

ich muss Betrifft mich nicht voten. Warum ? Naja, ich finde es überflüssig sich über das Wort web 2.0 zu streiten.
Für mich war schon immer unklar, was daran jetzt neu sein soll, technisch basiert alles auf Standardwebtechnologie und wäre auch in der heutigen Ausgestaltung schon vor 10 Jahren möglich gewesen. Das Einzige was ich tatsächlich daran hasse, ist also das Wort web2.0. Warum muss man jeden Pups mit einem "hypenden" Titel versehen. Wenn ich mich zurückerinnere an den Tag wo ich web2.0 zum ersten Mal las, sehe ich nichts verändert, es ist nicht Neues. Es ist nur eine Wort für die Sammlung von bestimmten Leistungmerkmalen einer Webapplikation, die vielseitige Synphatie erntet.
Ob diese Leitungsmerkmale nun gut sind oder nicht, kann jeder selbst entscheiden, genauso wie er in seiner Freizeit entscheidet wo er denn nun hingeht, villeicht in die Disco youtube, die Kneipe facebook oder sonst wo hin.

@xeno: Der Drang oder Zwang nach vielen virtuellen Freundschaften dort, ist auch in meinen Augen erschreckend. Aber ich denke das Wort Freundschaft ist in diesem Zusammenhang nicht so ernst zu nehmen. Eben nur ein Wort. Denn ein Freund zieht einen mit den eigenen Händen aus der Scheiße wenn man Ihn braucht, und ist nicht nur als Grinsende Fotovisage in einer elektronischen Freundesliste zu sehen...
 
#12
Obwohl ich mich im Internet oft nur passiv verhalte, geht mir selbst in herkömmlichen Tageszeitungen die Kommentarfunktion ab. Vor allem bei den Leserbriefen, die man nicht sofort berichtigen kann und das Volk daran verblödet.
 

Golgotha

Member of Honour
#13
Das "Web 2.0" ist, ohne praktizierten Datenschutz, der gleiche Overkill
wie etwa das massiv wachsende NGN (new generation network) in der
Kommunikationstechnik.

Der "gläserne Bürger" ist vorprogrammiert! 8o
 
#14
Der "gläserne Bürger" ist vorprogrammiert!
Naja, also wer seine Schufaauskunft, Bankdaten, Krankengeschichte und medizinische Daten, Telefongesprächsübersichten, alle aufgerufenen Internetseiten, seinen aktuellen Standort via Handy-GPS, sein Führungszeugnis, genetischen Code, Fingerabdruck, sensible persönliche Daten etc. FREIWILLIG ins Netz stellt ist meiner Ansicht nach schon irgendwo selbst schuld.

Viel besorgniserregender finde ich, dass wir all diese Infos rausgeben müssen, auf die eine oder andere Weise und dies auch noch gesammelt wird.

Das bisschen Liebesgeschichten, Lebensweisheiten, Hobby- und Arbeitswelt, Manuskripte, technische Anleitungen, Kochrezepte, Musik, Meinung, Gedichte, Zeichnungen, Bilder... also alles, was der eine oder andere schon in zigfacher Ausführung in Form von herkömmlicher Literatur in die Welt posaunt hat, hat nichts mit einem gläsernen Bürger zu tun.

Oder waren Goethe, Hesse, Mozart, Jung und wie sie alle heißen preisgekrönte Seelenstipper und haben sich als gläsern präsentiert?
 

Golgotha

Member of Honour
#15
@Hexe... äh, haeckse:

Naja, also wer seine Schufaauskunft, Bankdaten, Krankengeschichte und medizinische Daten, Telefongesprächsübersichten, alle aufgerufenen Internetseiten, seinen aktuellen Standort via Handy-GPS, sein Führungszeugnis, genetischen Code, Fingerabdruck, sensible persönliche Daten etc. FREIWILLIG ins Netz stellt ist meiner Ansicht nach schon irgendwo selbst schuld.
Die Daten stehen schon lange auf den Servern bereit. Auch von denen,
die das Internet gar nicht nutzen. Denn Datenschutz hört da auf, wo der Pfennig,
der Cent, das Pfund, der Dollar anfangen.

Dies wird das grösste Problem der Zukunft werden.
 
#16
@Golgotha: Man kann es eben kaum verhindern, dass Mitarbeiter die an der Quelle sitzen (Callcenter,Krankenkassa,..) diese Daten irgendwie abzweigen. Man müsste sie schon kontrollieren wie Goldminenarbeiter und selbst dann wird es schwierig da es sich ja nur um Information handelt und nicht um etwas Angreifbares.
 

Golgotha

Member of Honour
#17
@mauralix:

Was da abläuft ist nicht das Werk einzelner Callcentermitarbeiter,
wie es versucht wird, uns unterzujubeln.
Das ist noch von höherer Ebene gesteuert.

Etwa wie dies bei der Volkszählung 1925 geschehen ist.
Das dann Millionen jüdischer Mitbürger das Leben gekostet hat.

golgy.
 
D

.doc

Guest
#18
Ist das Web2.0 wirklich eine Weiterentwicklung? Alles, was hier genannt wird, ist gesellschaftlich begründet: Der Zwang nach sozialer Bindung, nennen wir es doch einfach mal plump "Rudelverhalten".
Es gibt einige Blogs, die von vielen gelesen und weitergebloggt werden und der gesellschaft einen gewissen Dienst erweisen, nennen wir sie "Rudelführer". Dann gibt es die, die einen Blog als pers. Tagebuch verwenden ohne sich wirklich im Klaren zu sein, dass es 1) kein Schwein interessiert und 2) jeder es lesen kann. Und dann gibt es noch viele mehr, die mehr oder weniger erfolgreich diverse Texte, sei es zu gesellschaftlichen, privaten oder technischen Themen oder sei es zu den aktuellen Nachrichten, ins Netz blasen. Nennen wir diese nun einfach das "Rudel". Einen großen Nutzen hat das Rudel nicht - aus dem einfachen Grund, dass jegliche Informationen nun einfach öfters im Netz zu finden sind und damit eigentlich nur Festplattenspeicher belegen.
Letztendlich bietet also nur ein geringer Teil, nämlich die "Rudelführer" einen wirklichen Gewinn für die Gesellschaft. Seht es Pyramide, oben die "Führer", unten das "Rudel".

StudiVZ und Co. machen das Ganze nicht besser. Ich stimme xeno zu: Die Profilierung über die Anzahl der "Freunde" ist pervers. Sicherlich ist die Möglichkeit mit "Freunden" in Kontakt zu bleiben eine schöne Funktion, genutzt wird sie doch aber auch nur sehr, sehr selten.

Die technische Seite vom Web2.0, die super tollen JS-Skripte, die Überladung der Websites mit Flash, dient ebenso nur der Profilierung und erinnert eher an Kellers "Kleider machen Leute", als an eine gesellschaftliche Weiterentwicklung - mal ganz von der Last abgesehen, die diese Technologie erzeugt.
 
#19
@Golgotha:
Naja, viele haben es schon erlebt, dass ein anderer Telefonanbieter genau dann anruft um für sein Produkt zu werben wenn der Vertrag bei der anderen Firma ausläuft. Da denkt man sich schon mal, wtf woher wissen die das. Hier liegt sicherlich zumeist Kundendatenklau vor. Man hört auch von Fällen in der Versicheruns- und Bankbranche. Und das ist verhältnismäßig noch harmlos.
 
#20
Die Daten stehen schon lange auf den Servern bereit.
Aber dafür kann Web2.0 wirklich nichts. Dass unsere Grundgesetze nicht mehr geachtet werden und Daten gesammelt wrden, Daten verkauft werden, eine Maffia dahintersteht, etc. ist ein ganz anderes Blatt. Dies könnte aber sogar ohne web2.0 stattfinden.

Auch heute bereits werden Artzberichte nicht gebloggt um sie wem mitzuteilen, es wird nicht in Foren darüber diskutiert, ob jemand einen Kredit bekommt und die Polizei twittert einem das Führungszeugnis nicht.

Aber warum sollte dann das soziale Studentennetzwerk, bloggen, twittern, Foren etc. verkehrt sein. Deine Logik ist mir gerade etwas schleierhaft. Das Eine hat mit dem anderen an sich nichts zu tun. Ein breites Netzwerk an Aufklärung, Informationsmöglichkeiten, Bekanntmachungen, ein Knüpfen von Verbindungen Gleichgesinnter ist eher ein Gewinn.

Durch einen Umzug schreibe ich immer wieder in meinem Blog, was ich so treibe und Leut aus der Schweiz und Bayern, die ich nun fast nicht mehr sehe lesen das gern und schreiben dann auch ab und an ne E-Mail. Es gibt ja extra die privat-Funktion, Freigabemöglichkeiten für nicht jedermann, wenn einem das zu öffentlich ist alles. Eine Freundin hat so auch immer Berichte aus Indien geschrieben, sie war ein Jahr fort. Ich finde das nicht verwerflich. Mich freut so eine Möglichkeit durchaus. Das Habo hilft mir des Öfteren weiter, wenn ich einmal wieder keine Ahnung habe und auch manch ein Twitter über einen Bericht hat mir eine Information zugebracht, die ich sonst vtl übersehen hätte. Es macht es sehr bequem und einfach Kontakt zu halten.

@.doc

Das sehe ich ähnlich wie mit einem Skript-kiddie, dass sich in einem Forum mit anderen über den nächsten Hack unterhält. Selbst schuld, echt wahr.

Es ist nicht der Fehler vom web2.0 wenn die Leute nicht wissen damit umzugehen und den Nutzen nicht erkennen. Und wenn Dich das alles so anekelt, kappe die Internetverbindung, das ist das sicherste dem Schrecken des Web2.0 zu entgehen. Den endlosen Profilierern, den Weinern und denen die keine Ahnung von nix haben, wenn das das einzige ist, was Du darin erkennst, machs aus ;)
 
Oben