Original von blueflash
- gleiche Größe der Icons: Wo bitte liegt da die Usability? Das ist ein sehr praktisches Feature, dass ich die Docs im Vorfeld betrachten kann. Wer das nicht will, kann seinen Desktop ja anders einrichten.
Nicht jeder mag jedes Icon per Hand skalieren, nur weil es im System in einer anderen als der gewünschten Größe abgelegt ist. Und ich rede hier nicht von Dokumentvorschau, sondern von stinknormalen Programm-Icons.
Original von blueflash
- Torvalds: Frage nie einen Hacker, egal wie begnadet er ist, nach der Gestaltung einer vernünftigen GUI. Der wirklich gute Hacker liest so schnell, dass er keine braucht. Ich hingegen brauche eine GUI, um alle Infos auf einen Blick zu erhalten.
Abgesehen davon hat Torvalds ziemlich daneben gehauen mit seiner Kritik an einem behindertenfreundlichen (!) Desktop
http://www.heise.de/newsticker/meldung/67320 <- es ging nicht um die Usability, sondern darum, daß das Gnome-Projekt seine User scheinbar für dumm hält und deswegen Druckerfunktionalitäten, die vom Kernel unterstützt werden, dem User nicht zur Verfügung stellt.
Original von blueflash
- Druckerfunktionalität: Hö? Abgesehen von diversen Cups Eigenheiten kann ich alles nutzen
Dann hast du das "Glück" einen Drucker zu haben, der nicht sonderlich viele Features bietet.
Original von blueflash
- Kontrollprogramme: Stimmt. Aber dafür ist auch nicht der Desktop zuständig, sondern die Distri (wäre auch blöde, wenn man unter Suse Yast hätte und irgendwelche Gnome-Progs)
Wenn die GUIs das übernehmen würden (so wie es bei KDE ja teilweise der Fall ist), würde man aber endlich mal eine konsistente Bedienung erreichen.
Original von blueflash
- Emacs/Curses: Komm schon, ein user, der gerne den emacs benutzt, wird wohl clever genug sein a) gnome-terminal entsprechend anzupassen oder eben b) gleich xterm zu nehmen
Selbst nach 10 Jahren Linux-Erfahrung habe ich bisher keine Möglichkeit gefunden das Gnome-Terminal "Emacs-kompatibel" zu bekommen und nutze daher lieber die KDE-Konsole.
Original von blueflash
Kurzum: Mein Gnome tut immer wieder genau das, was ich erwarte. In Spzialfällen hakt es manchmal, aber da spielt eher der Unterbau die wichtigste Rolle.
Zwei kurze Beispiele: Wenn ich mein Netzwerkkabel einstöpsele, dann erscheint ein niedliches kleines Icon, dass aus zwei Kugeln besteht, die meinen PC und die Gegenstelle darstellen. An der Farbe der Kugeln kann ich ablesen, ob eine gegenstelle da ist, und was gerade passiert. Das ist nice.
Wenn ich an meinem Notebook die Bluetooth taste drücke, erscheint eine kurze Info und der Bluetooth manager. Das alles wohlgemerkt out-of-the-box ohne zusätzliche Installationen.
Ich denke nicht, dass du dich mit einem Anfänger vergleichen kannst, der das erste Mal mit Gnome konfrontiert wird.

Ich habe einige Leute erlebt, denen genau das passierte und die froh waren, als ich ihnen dann endlich KDE installierte.
Kurzum: Versetze dich mal in die Lage eines Laien, der das erste Mal vor einem Linux sitzt und der evtl. vorher nur mit Windows zu tun hatte. Dann findest vermutlich auch du noch viele Punkte in Linux-GUIs, die noch nicht so richtig "rund" sind. M$ hat nicht umsonst Unmengen Geld nur in die Erforschung von Usability gesteckt und wenn die schon bei Linux klauen, dann sollte Linux das umgekehrt genauso tun.
However, ich denke nicht, dass wir hier den gleichen Fehler machen sollten, der in den Medien immer wieder gemacht wird und Linux als ein tolles OS darstellen, das jeder Laie bedienen kann. Das ist nunmal einfach nicht der Fall und wer ab und an mit Computer-Laien zu tun hat, wird das bestätigen. Schau dich doch nurmal in einschlägigen Linux-Foren um. Es sind immer wieder die gleichen Fragen die auftauchen.
- Wie installiert man einen Treiber, den es nur als Source gibt.
- Wie kann ich diese und jene Sachen in der GUI einstellen.
- Wie installiert man Programme aus dem Source, die es nicht als Paket für die Distro gibt.
usw. usf.
Linux hat seine Schwächen und diese zu vertuschen/kleinzureden, sorgt lediglich dafür, dass sich enttäuschte Einsteiger wieder von Linux abwenden, weil vorher Erwartungshaltungen geweckt wurden, die Linux nicht erfüllen kann. So wie du hier schreibst, klingt es jedenfalls danach, dass Gnome die absolut fehlerfrei GUI ist, mit der man alles machen kann und in der jeder durchsieht. Sorry, aber dem ist nicht so. Sicherlich wird dieser Punkt irgendwann einmal erreicht sein, aber derzeit ist das (leider) noch nicht der Fall.